Eric Peters
drafts, objectdrawings and paperhybrids
 
Ausstellungsdauer:
12.12.2003 bis 8.02.2004
 
Papierhybriden nennt Eric Peters einen neuen Teil seine Werkkomplexes. 
 
Er schöpft selbsthergestelltes Papier auf präparierte Leinwände. Nach intensiver Bearbeitung der Oberfläche entsteht eine haptische Qualität. 
 
Komplettiert wird die Ausstellung durch eine Lindenholzskulptur.

Glückliches Arabien – AUSSTELLUNG – Eric Peters

Introvertierte Kunstwelt bei MultiArt International
Von Christina zu Mecklenburg
 
Die Vorstellung einer imaginären Erkundung des Betrachter-Ego steht Pate für die von Eric Peters angebotene
“Reise in das glückliche Arabien”. Das virtuelle Abenteuer (kolorierte Zeichnungen) des vom Design her
kommenden Künstlers, wird begleitet von einem metaphorisch aufgeladenem Tierkosmos. Der konkrete
Darstellungsmodus des 1951 in Aachen geborenen Künstlers wird durch eingenständige Experimente bestimmt.
Handgeschöpftes Papier gelangt in feuchtem Zustand auf mittelformatige Leinwände und wird hier zeichnerisch und
malerisch bearbeitet. Kennzeichnend dabei ist eine brüchig bis morsche Oberflächenpatina, auf der Skizzen,
Farbstimmungen und diffuse Lichtverhältnisse begegnen.
 
Auf dem von MultiArt International vermittelten Streifzug durch orientalische Gefilde, stößt man ebenso auf Frauenbildnisse, die gleichermaßen in schreinähnlichen Rahmengefugen präsentiert werden. Hier greifen die Themenkomplexe Selbstkonfrontation, Ichfindung oder Selbstverständnis und Rollendasein ineinander. Dass Peters auch surreale Klaviaturen bedient, zeigt eine Frauenbüste aus Lindenholz, auf deren Haupt eine Eule im Kopfstand jongliert. Anspielungen auf antike Mythologie, wie im Porträt “Pallas Athene”, sowie orientalische Kulturen durchsetzen das introvertierte Oeuvre des Künstlers.

(General-Anzeiger Bonn, 7.1.2004)