
Exhibition by Barbara Räderscheidt
Die Vorliebe für Fundgegenstände entwickelte sich bei Barbara Räderscheidt schon früh. Eine umfangreiche Sammlung unterschiedlichster Objekte dient ihr als Fundus für Assemblagen und Installationen. Ein häufig wiederkehrendes Thema ist die Imitation, die Fälschung oder Zuschreibung. Mit sogenannten „Paaren“, zusammengestellt in quasi-naturkundlichen Schaukästen, machte sie auf die Ähnlichkeit von Industrieprodukten (Kunststoffabfälle, Glas, Eisenteile) und Fragmenten aus der Natur (Blätter, Stein, Holz) aufmerksam. Weiter ausgebaut wurde der Aspekt der Täuschung zum Beispiel mit Insekten-Imitaten oder toten Vögeln (aus Blättern, Plastikfolie etc.).
Seit 1984 ist Barbara Räderscheidt Mitglied der Gruppe „Kölner Kästchentreffen“ (Einige befreundete Künstler arbeiten zu verabredeten Themen und zeigen sich beim nächsten Treffen die Resultate), das sich mehr und mehr dem „Papiertheater“ verschrieben hat, einer Tradition des 19. Jahrhunderts, die die Künstler aufgegriffen haben und nun mit eigenen Ideen wieder beleben. Auf kleinen Bühnen inszenieren sie 10-15 Minuten lange Stücke, die sie zu einem abendfüllenden Programm zusammenstellen, bei dem das Publikum von Bühne zu Bühne wandert.
